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Die Harfe gehört; wahrscheinlich mit der Lyra; zu den ältesten mehrsaitigen Zupfinstrumenten der Welt.Wer mehr über die Geschichte der Harfe erfahren möchte, dem empfehle ich diese schönen und ausführlichen Seiten www.harfen.at .

Meine Geschichte zur Harfe beginnt vor etwa zehn Jahren, mit dem Wunsch, ein etwas größeres Instrument zu bauen. Ein Freund, er ist Harfenist, schlug mir natürlich sofort eine Harfe vor. Ich lehnte dankend ab, denn meine Gedanken waren sofort bei einer Pedalharfe. Nein, so groß sollte das Instrument nun doch nicht sein. Eine Schoßharfe, war nun sein zweiter, präzieserer Vorschlag. Das wäre doch die richtige Größe, meinte er. Ich war nicht abgeneigt, und mein Freund verabredete darauf hin mit mir einen festen Termin für die Fertigstellung in sechs Monaten. Leider sagte ich zu. Leider, weil ich zu diesem Zeitpunkt wirklich keine Ahnung von Harfen und Harfenbau hatte und später feststellte, dass ich für das Sammeln von Informationen schon mehr als die Hälfte der Zeit verbraucht hatte.

Hier ein kleiner Überblick über einige Fragen und Aktionen:

Wie soll die Harfe aussehen? Internet durchforschen, Bücher kaufen und lesen! Besuch von Museen und Bibliotheken! Gibt es Bauzeichnungen von Harfen? Woher bekommt man die Wirbel? E-Mails an Harfenbauer mit Fragenkatalog! Wie berechnet man die Saitenspannung? Woher bekommt man die Saiten? . u.s.w.

Nach einigen aufregenden Wochen gab es Erfolge!

Meine Harfe zeichnete ich mir selbst. Die Saitenabstände erfuhr ich aus den Büchern. Die Wirbel bekam ich von der Firma Rubner in Markneukirchen (alter Familienbetrieb, super Service). Die Saiten erhielt ich bei Herrn Bernd Kürschner. (Er ist einem auch bei der Saitenwahl behilflich. Auch einen Saitenrechner zur Ermittlung der Saitenspannung, der ähnlich wie ein Rechenschieber zu benutzen ist, kann dort erworben werden.) Das Holz lag bei mir schon einige Zeit in der Werkstatt bereit. Jetzt war es soweit ! Aber aus fehlendem Mut baute ich die Harfe aus 100% Birkensperrholz. Es ist zu erraten, wie sie mit Nylonbesaitung klang - fürchterlich!

Zum Glück standen mir Bronzesaiten unterschiedlicher Stärke zur Verfügung. Die sehr kompakte Harfe wurde nun, dank des Saitenrechners von Herrn Kürschner, mit Metallsaiten bestückt. Es war ein voller Erfolg! Welch lieblicher Klang! Mein Freund, der Harfenist, war hell begeistert: "Solch ein Klang fehlt mir noch in meiner Harfensammlung". Und schon hatte dieses Sperrholzmodell einen neuen Besitzer.

Natürlich baute ich diese Harfe noch einmal. In Kirsche/Ahorn mit einer Fichten-klangdecke und Carbonsaiten.

Die Melodie im Hintergrund der Dia-Show wird von meinem Freund,
Herrn Thomas Siener, auf meiner ersten Harfe mit Bronzesaiten gespielt.
Meine dritte Harfe sollte einer Keltischen Harfe (irisch - cláirseach, gälisch - clàrsach) ähneln. Aufgrund der ersten Erfahrungen war das Zeichnen und Bauen etwas leichter und bewusster. Ich habe sie aus zwei alten Eichenbohlen, die ich ca sechs Jahre zuvor in einem Sägewerk erstanden hatte und die seither in meiner Werkstatt ruhten, mit Zwischenlagen aus Ahorn gebaut. Es ist wirklich sehr beeindruckend, wenn diese alten grauen Bohlen plötzlich ihre Schönheit preisgeben. Mit einer Fichtendecke versehen und Bronzesaiten bestückt hat diese Harfe einen wunderschönen Klang.

Das war's erst mal. Die nächste Harfe kommt bestimmt!